Energiespartipp des Monats
Die Regionale Energieagentur Ulm berät unanbhängig und neutral zu Themen der Energieeffizienz, wie Heizungstausch, Sanierung, Photovoltaik und Fördermöglichkeiten. Jeden Monat werden Energiespartipps veröffentlicht.
Tipp des Monats
Schimmel ist zwar nicht grundsätzlich giftig, kann in Innenräumen jedoch Allergien und Atemwegserkrankungen auslösen. Hauptursache ist Feuchtigkeit, die entsteht, wenn warme Raumluft an kühlen Wänden abkühlt und die relative Luftfeuchtigkeit steigt. Gute Gebäudedämmung verhindert das Auskühlen der Wände und reduziert so das Feuchterisiko. Ebenso wichtig ist das richtige Lüften - insbesondere im Winter!
Richtig lüften: Im Alltag entsteht viel Feuchtigkeit. Mindestens zwei - dreimal täglich fünf Minuten mit ganz geöffneten Fenstern stoßlüften, bei Bedarf häufiger (v. a. Küche und Bad). Mehr Personen im Haushalt = häufiger lüften. Lüftungsanlagen sind eine komfortable, alternative Lösung.
Richtig heizen: Räume nicht auskühlen lassen. Empfohlen sind etwa 20 °C am Tag und 18 °C in der Nacht; Schlafzimmer und Flure etwas kühler. Programmierbare Thermostatventile helfen, konstante Temperaturen zu halten und sparen zusätzlich noch Energie.
Richtig sanieren: In ungedämmten Gebäuden kühlen vor allem Außenwände stark aus, Rollladenkästen sind eine zusätzliche Schwachstelle, das kann Schimmel begünstigen. Abhilfe schafft eine fachgerecht geplante Dämmung sowie moderne Fenster. „Atmende Wände“ sind ein Mythos; wichtig ist eine energetische Gesamtsanierung mit Beratung. Nur eine Wärmedämmung garantiert warme Wände! Die Regionale Energieagentur hilft Ihnen beim Energiesparen. Nutzen Sie unser kostenloses und unabhängiges Erstberatungsangebot.
Ab Juli 2026: Neue Heizregeln für Städte über 100.000 Einwohner
Ab dem 1. Juli 2026 wird es beim Heizen etwas nachhaltiger – zumindest in größeren Städten. Denn wer dann eine neue Heizung einbauen möchte, darf nicht mehr ausschließlich auf fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas setzen. Der Grund: Die neue 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien aus dem Gebäudeenergiegesetz.
Kurz gesagt: Beim Heizen soll künftig deutlich mehr Umwelt drinstecken – für den Klimaschutz und für unsere Zukunft.
Keine Sorge: Nicht alle müssen sofort handeln.
In Städten und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern gibt es zwei Jahre mehr Zeit, bevor die neuen Vorgaben greifen.
Und auch für bestehende Heizungen gilt: Weiterlaufen lassen ist erlaubt!
Nur sehr alte Anlagen (älter als 30 Jahre) müssen ersetzt werden. Aber selbst hier gibt es Ausnahmen, sodass der Heizungstausch gut geplant werden kann – ohne Hektik und ohne Überraschungen.
Das Beste zum Schluss: Der Umstieg lohnt sich.
Mit KfW-Zuschüssen und Krediten wird der Wechsel zu einer klimafreundlichen Heizung finanziell unterstützt. Im Stadtkreis Ulm gibt es sogar zusätzliche Fördermittel obendrauf. So wird aus der Pflicht eine echte Chance – für Umwelt, Geldbeutel und ein warmes Zuhause.
Kontakt
Regionale Energieagentur Ulm gGmbH
Hafenbad 25, 89073 Ulm
Tel.: 0731 790 330 80